Greenpeace-Aktive demonstrieren vor Nikolaikirche gegen Zerstörung für Braunkohle

Ehrenamtliche protestieren in 46 Städten gegen Armin Laschets Kohlepolitik

Themengebiet:
Energiewende

Presseerklärung 13. März 2021

Greenpeace-Aktive demonstrieren vor Nikolaikirche
 gegen Zerstörung für Braunkohle

Ehrenamtliche protestieren in 46 Städten gegen Armin Laschets Kohlepolitik

Hamburg, 13. 3. 2021 – Mit einem Fotobanner des zerstörten “Immerather Doms” demonstrieren Greenpeace Aktivist:innen heute vor der Nikolaikirche und in 46 weiteren Städten vor historischen Kirchen wie der Dresdner Frauenkirche und dem Aachener Dom. Die Klimaschützer:innen fordern einen schnelleren Ausstieg aus der Braunkohle, für die in Deutschland noch immer Dörfer und Kirchen zerstört werden sollen. Der fast 130 Jahre alte “Immerather Dom” (offiziell: St. Lambertus Kirche) wurde 2018 gegen starken Protest für den Tagebau Garzweiler II abgerissen.  „Armin Laschet will Kirchen und Klima für Braunkohle zerstören“, steht auf einem weiteren Banner.

“Wenn ausgerechnet ein Christdemokrat wie Armin Laschet Kirchen für Kohle einreißen lässt, dann bringt das die rücksichtslose Klimapolitik der Union auf den Punkt”, sagt Greenpeace Sprecherin Barbara Huber “Will Laschet Vorsitzender einer zukunftsgewandten Partei sein, darf er nicht länger eine gestrige Energiepolitik betreiben, die Klima, Kirchen und Natur zerstört.”

Entscheidung zum weiteren Braunkohleausbau wird im April getroffen

Trotz beschlossenem Kohleausstieg plant Laschet, den Braunkohleabbau in NRW auszuweiten. Die Leitentscheidung zu den künftigen Abbaugrenzen der Tagebaue wird im April erwartet. Damit würden über 1500 Menschen ihre Heimat verlieren, Dörfer und Kirchen abgerissen.  Im Rheinland wurden bereits mehr als 45.000 Menschen für Braunkohletagebaue umgesiedelt und über 100 Dörfer und Weiler samt jahrhundertealten Kirchen und Kulturdenkmälern zerstört.

Armin Laschets Braunkohlekurs stößt auch in der Kirche auf öffentliche Kritik. In einem im Februar veröffentlichten Appell[1] von über 50 Organisationen fordern katholische und evangelische Kirchenverbände die Zerstörung von Heimat und Dörfern zu stoppen und mit der anstehenden Leitentscheidung die bedrohten Ortschaften zu erhalten - auch für den Klimaschutz. Aktuelle Gutachten belegen, dass es für die Energieversorgung in Deutschland keinen Grund gibt, Dörfer für Braunkohletagebaue zu opfern.

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Pressetexte

  • PDF icon Braunkohle - ein schmutziges GeschäftPDF |806.27 KBEin Weltmeistertitel, auf den niemand stolz sein kann: Kein Land produziert mehr schmutzigen Braunkohlestrom als Deutschland. Ausgerechnet das Mutterland der Energiewende lässt bis heute mehr Kohle aus dem Boden fräsen als jedes andere Land der Welt. Für die Natur ist das eine Tragödie, für unsere Gesundheit eine Gefahr. Denn Kohle ist giftig – für das Klima, aber auch für die Menschen. Doch weil die Bundesregierung den klimapolitisch bis spätestens 2030 notwendigen Kohleausstieg in ihrem Kohleaus-stiegsgesetz auf das Jahr 2038 ver-tagt hat, verbrennen die Kohlekonzer-ne Hunderte Millionen Tonnen schädliche Braunkohle zusätzlich und heizen damit das Klima weiter auf.