Wald statt Asphalt

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Wald statt Asphalt – Protest zum Erhalt des Dannenröder Forstes

Unter dem Motto „Wald statt Asphalt“ protestierten wir am 23. Juni lautstark vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegen den Bau eines Abschnitts der A49 zwischen Kassel   und   Gießen.

Ein   Teil   der   Strecke   soll   durch   Flora-Fauna-Schutzhabitate und ein Wasserschutzgebiet gebaut werden, wogegen Betroffene und der BUND Hessen geklagt haben. Zusammen mit  Anwohner*innen und einem breiten Bündnis an Umweltschutzverbänden demonstrierten wir mit mehreren Hundert Teilnehmer*innen ab 8 Uhr vor dem Gericht. Die Trommelgruppe Rhythms of Resistance machte unseren Protest teilweise bis in den Gerichtssaal hörbar. Die Umsetzung der geplanten Strecke hätte fatale Konsequenzen. Das Wasserschutzgebiet, welches eine halbe Millionen Menschen in der Region mit Trinkwasser versorgt, sowie der Dannenröder Forst wären in Gefahr. Durch Bau und Betrieb der Autobahn könnte es zu Wasserverschmutzung kommen. Außerdem müssten rund 100 ha intakter Mischwald mit bis zu 300 Jahre alten Bäumen gefällt werden. Ausgleichsmaßnahmen und Pflanzungen können so einen Jahrhunderte alten und artenreichen Wald nicht einfach ersetzen.

Mitten in der Klimakrise sind solche Bauvorhaben eine Absurdität und insbesondere wenn es sich um einen solchen „Planungsdinosaurier“ aus dem letzten Jahrhundert handelt nicht   mehr zeitgemäß. Die vergangenen Dürresommer waren bestimmt  nicht  unsere   letzten,  können jedoch nur von gesunden Wäldern überstanden werden. Während in anderen Teilen Deutschlands Wälder sterben, sind die Vorhaben den  Dannenröder Forst zu roden nicht nachvollziehbar. Trotz alle dem hat das Bundesverwaltungsgericht die Klage des BUND Hessen abgewiesen. Aber wir geben nicht auf! Wir kämpfen weiter für den Erhalt des Dannenröder Forstes und anderer Wälder und für eine echte und gerechte Verkehrswende.

 

 

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