Rückblick: Unteilbar Demo

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Während der unteilbar-Demo am Sonntag, den 14.06.20 setzen über 1.500 Menschen in Leipzig in Form einer Menschenkette ein Zeichen gegen Ausgrenzung. Unterschiedliche Organisationen aus den Bereichen Klimagerechtigkeit, Antirassismus, Menschenrechte und mehr kamen zusammen, um gemeinsam ein Band der Solidarität von der Karl-Liebknecht-Straße bin in die Eisenbahnstraße zu knüpfen. Die einzelnem Personen der 4 Kilometer lange Menschenkette waren durch bunte Bänder verbunden. Da verantwortungsbewusst demonstriert werden sollte, geschah dies mit einem Abstand von jeweils 3 Metern und mit Mundschutz. Trotz strömenden Regens war die Stimmung ausgelassen und entlang der Menschenkette wurden Redebeiträge und Tanz- sowie Musikeinlagen zum Besten gegeben.

Im Klimablock erinnerten ein Banner und viele Schilder mit unterschiedlichen Namen an all die Klimaaktivist*innen, welche 2018 bei ihren Einsatz für den Klimaschutz ermordet wurden – insgesamt 168, die Dunkelziffer dürfte um einiges höher sein. Auffällig ist, dass es sich dabei hauptsächlich um Aktivist*innen aus dem Globalen Süden handelt. In manchen Regionen unserer Erde ist es also nicht möglich, sich für die Umwelt einzusetzen, ohne um sein Leben fürchten zu müssen. Dass wir also ohne Angst für Klimagerechtigkeit einsetzen können, ist leider nicht selbstverständlich und ein Privileg – das sollten wir uns vor Augen halten.

Solidarität in der Krise

Die Pandemie trifft uns alle, doch bei Weitem nicht alle gleich. Was vorher ungerecht war, wird in der Krise noch ungerechter: Weltweit sind immer mehr Menschen in ihrer Existenz bedroht, die Schere von Arm und reich geht immer weiter auseinander. Auch bei uns drohen viele zurückzubleiben: Menschen ohne sichere Arbeit, die ihre Miete nicht mehr zahlen können oder kein Zuhause haben; geflüchtete Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben müssen oder an den europäischen Außengrenzen entrechtet werden; Menschen, die von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung betroffen sind oder gar Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt werden; Angehörige von Risikogruppen, Betroffene von häuslicher Gewalt und Schulkinder, die abgehängt werden.

Die unteilbar Demo soll daran erinnern, dass wir eine solidarische Gesellschaft sind und trotz der Krise zusammenhalten. Jetzt wird entschieden, wer die Kosten der globalen Krise trägt, wer danach stärker wird und wer schwächer. Jetzt wird entschieden, ob wir es schaffen, uns gemeinsam auf den Weg in eine antirassistische, soziale und klimagerechte Gesellschaft zu machen – für ein besseres Leben für alle. Auch in der Krise zeigen wir, dass es solidarisch geht – für eine solidarische Zukunft.

#sogehtsolidarisch

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