Ökologische Weihnachten

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"Ökologische Weihnachten" war das Thema dem wir uns beim Wintertreiben am Sasmtag, den 28.November 2015 im Pizza LAB mit unserem Upcycling-Stand gewidmet haben. Wir hielten Informationen über Fleischkonsum und unseren Flyer "Ökologische Weihnachten - 6 Tipps von Greenpeace Leipzig" bereit. Außerdem konnten Interessierte neue Kerzen aus Kerzenresten herstellen, Geldbörsen und Geschenktüten aus Tetra Packs und Baumschmuck aus Klopapierrollenpappen basteln.

Aus alt mach neu war beim Basteln undkreativ sein unser Motto. Denn aus vermeindlichem Müll können wunderschöne, individuelle Geschenke und Dekorationsmöglichkeiten entstehen.Folgernd findet ihr unsere Tipps für ein ökologisches Weihnachten. Gern weiter sagen!

Ökologische Weihnachten – Sechs Tipps von Greenpeace Leipzig

Gerade der Weihnachtszeit ist Gelegenheit mal wieder über Nächstenliebe und Werte nachzudenken. Die Nächstenliebe bleibt häufig auf Freundinnen, Freunde und Familie beschränkt, aber warum? Gehört nicht auch die eine saubere Umwelt zum Glück dazu? Es gibt viele Wege, um nicht im alljährlichen Weihnachtskonsum im Stress unterzugehen und Weihnachten umweltfreundlich zu gestalten. Ein paar Tipps wie ein ökologisches Weihnachten gestaltet werden kann haben wir in diesem Flyer für euch zusammen gestellt.

1. Die Geschenkverpackung

Am umweltfreundlichsten ist natürlich keine Verpackung! Wer nicht darauf verzichten möchte kann gebrauchtes Genschenkpapier aufbewahren und wieder verwenden oder Recyclinggeschenkpapier zuerkennen am Blauen Engel  kaufen oder Zeitungpapier oder ausgediente Kalenderblätter verwenden. Diese können z.B. mit Hilfe von Kartoffeldruck oder anderen Methoden verschönert werden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Anstatt Klebstoff sind Schnüre aus Naturfaser empfehlenswert, da diese wiederverwendbar sind. Wiederverwendbar und zugleich ein echter Hingucker sind auch selbst genähte oder gekaufte Geschenkbeutel aus Stoff oder Recyclingpapier.

Die Verzierung lässt sich bei Waldspaziergängen finden: Zweige, Zapfen, Nüsse, getrocknete Früchte und Blätter. Oder schöne Bilder aus Zeitungen. Wenn die Bebilderung geschickt angesetzt wird ist sie  eine viel interessanter Verpackung als herkömmliches Weihnachtspapier.

2. Der Weihnachtsbaum

Es gibt sie, die anerkannten ökologischen Weihnachtsbaumkulturen, die auf mineralische Düngung und jeglichen Pestizideinsatz verzichten. Gib es keinen FSC zertifizierten  Forstbetrieb in der Nähe, der Weihnachtsbäume anbietet, sind deren Direktverkaufsangebote zu empfehlen. Denn nur so lassen sich die langen Transportwege vermeiden, denn die meisten kommen aus Skandinavien.

Weihnachtsbäume mit Wurzeln und Topf überleben das Weihnachtsfest nur wenige Wochen oder Monate. In den warmen Wohnungen wachen die meisten Bäume aus ihrer Winterruhe aus und beginnen auszuschlagen. Wird dann der Baum ausgesetzt, geht er meist schnell ein.  Am besten ist es, dem Baum im Topf an einem kühlen Ort (Garage, Treppenhaus, etc.) aufzubewahren und erst nach dem Frost auszupflanzen. In der wohnung regelmäßig gießen nicht vergessen und am besten nachts an einen kühlen Ort tragen.

Am ökologischten bleibt: kein Weihnachtsbaum! Die radikalste Möglichkeit ist die Rückkehr zum Gabentisch, der meist aus irgendeinem Laubgeäst bestand. Das können Äste sein, die beim Auslichten und Zurückschneiden im Garten anfallen – im eigenen beim Nachbarn oder öffentlichen Grünanlagen. Die zunächst etwas kargen Äste lassen sich dann mit einiger Phantasie in einen festlichen „Weihnachtsbaum“ verwandeln.

3. Weihnachtsbaumschmuck

Aus ökologischer Sicht ist es empfehlenswert auf Plastikschmuck wie Lametta, Kugeln oder Plastiksterne zzu verzichten. Wie wäre es stattdessen mit natürlichem, eher klassischen Baumschmuck wie Zapfen von Fichten, Lärchen oder Kiefern, leuchtend roten Hagebutten oder Berberitzenfrüchten, Wallnüssen, getrockneten Äpfeln oder anderem Obst. Das Basteln von Strohsternen, Zeitungsengeln oder Sternen aus ausgedienten Pappverpackungen ist nicht nur umweltschonender sondern fördert die Kreativität, motorische Fähigkeiten und wenn man es mit jemanden zusammen macht, das soziale Leben. Mit Wasserfarben oder anderen umweltverträglichen Farben lässt sich das ganze auch bunt gestalten.

4. Kerzen

Kerzen werden heute überwiegend aus Paraffin (Erdöl) oder Stearin (Pflanzenöl) hergestellt. Paraffin hat wie alle Ölprodukte eine sehr schlechte Klimabilanz. Das Verbrennen von 150.000 Tonnen Paraffinkerzen allein in Deutschland setzt jährlich rund 525.000 Tonnen CO2 frei. Stearin besteht dagegen meist aus Kokos- und Palmöl. Für den Anbau von Palmöl wird jedoch tropischer Regenwald zerstört (meist Brandrodung). Indonesien setzt alleine mit der Urwaldvernichtung pro Jahr circa 2,6 Milliarden Tonnen CO2 frei. Das ist mehr als der gesamte CO2-Ausstoß von Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen. Außerdem dienen Palmölfrüchte in ärmeren Ländern als Lebens- sowie Futtermittel. Aufgrund von Rodung, Anbau in Monokulturen, Verarbeitung zu z.B. Kerzen und Transport häufen sich negative Klimaeffekte.

Der Nabu empfiehlt Kerzen aus Bio-Bienenwachs. Wenn sich auf der Verpackung das RAL-Gütesiegel befindet heißt das, dass hohe gesundheits- und umweltorientierte Grenzwerte für die Inhaltsstoffe, Dochte und Lacke eingehalten wurden.

5. Essen

Wenig Fleisch und viel Gemüse schont die Umwelt und spart Energie! Zwischen November und  Weihnachten landen rund zehn Millionen Gänse aus deutschen Tellern. Das Fleisch selbst stammt jedoch selten aus Deutschland, sondern wird zur Wintersaison massenweise importiert. Die Bauern mästen das Federvieh in gerade einmal neun Wochen auf drei Kilogramm Gewicht. Teilweise werden die Gänse sogar lebendig gerupft oder gestopft, also maschinell zwangsernährt. Das bedeutet nicht nur Qualen für die Tiere, sondern auch schlechteren Geschmack für die Verbraucher. Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, kann mit einer Gans vom Biobauern eine umweltschonendere Weihnachtsmahlzeit zubereiten. Denn „bio“ bedeutet bessere Haltungsbedingungen und Futtermittel für die keine synthetischen Pestizide auf den Acker gelandet sind  und die garantiert gentechnikfrei sind.

6. Geschenke

Immer beliebter wird „Spenden statt Schenken“, eine Tradition, die langsam von Nordamerika nach Europa gefunden hat. Diese Form des Schenkens ist besonders nachhaltig, da in der Herstellung und Entsorgung energie- und ressourcenaufwändige Güter erst gar nicht gekauft werden müssen und das Geld stattdessen für einen guten Zweck eingesetzt wird. Warum müssen es auch immer materielle Geschenke sein? Vielleicht freut sich die beschenkte Person über den Stromwechsel zu einem Ökostromanbieter oder die Reparatur des Fahrrades. Derartige Geschenke erfreuen nicht nur Menschen sondern tragen auch einen Anteil am Klimaschutz.

Ausgerüstet mit unseren Tipps wünschen wir euch nun eine besinnliche Zeit!

Publikationen

  • PDF icon Fünf Gründe weniger Fleisch zu essenPDF |1.9 MBSelbst die WHO empfiehlt weniger Fleischkonsum. Weniger Fleisch ist nicht nur für die Gesundheit von Mensch vom Vorteil. Auch die Umwelt und Artenvielfalt profitiert davon.

    PDF icon Footprint - Der ökologische Fußabdruck DeutschlandsPDF |1.88 MBJeder Mensch hat einen ökologischen Fußabdruck. In Deutschland ist dieser häufig viel zu groß, was bedeutet, dass unsere eine Erde nicht ausreicht. Eine zweite haben wir nicht, also hilft nur den eigenen Konsum hinterfragen und ökologischer zu gestalten. Das beginnt mit einfach mal das Rad benutzen anstatt für jeden kleinen Weg das Auto und regionale Ware zu kaufen. Aber zu aller erst musst du es wollen.

Weiterführende Links

Fleischatlas

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