Fast Fashion und ihre Folgen

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Die Folgen von Fast Fashion für die Umwelt

Tausende Menschen leiden unter der Textilindustrie, auch durch die indirekten Folgen von fast fashion: 

Ressourcenverschwendung, der Einsatz von giftigen Färbemitteln resultieren in der ordnungswidrigen Ableitung von giftigen Abwässern 
in Meere, Flüsse, und Seen. Diese werden aber trotzdem weiterhin als Trinkwasserquellen genutzt. Zusätzlich verbraucht die 
Produktion von Klamotten eine Menge Wasser. Einerseits ist der Anbau von Baumwolle stark wasserbedürftig, andererseits werden bei der
 Produktion von Leder- oder Jeansstoffen zusätzlich eine Unmenge an Wasser verbraucht.

Aber auch die Produktion von synthetischen Fasern, wie Nylon oder Polyester, ist nicht besser für unsere Umwelt. Zur Herstellung 
solcher Fasern wird Erdöl genutzt. Mit der Umrechnung in CO2 Äquivalente gilt die Textilindustrie somit als einer der größten Klimasünder. 
Da sich bei jedem Waschgang kleine Fasern von den Kleidungsstücken ablösen und in unsere Gewässer gelangen, steigern synthetische Fasern 
die Menge an Mikroplastik in unseren Gewässern. Dieses lässt sich bereits in der Antarktis nachweisen. Besonders gefährlich ist dies, weil 
marine Lebewesen das Mikroplastik nicht von ihrer Nahrung (dem Mikroplankton) unterscheiden können. So landet das Plastik in der 
Nahrungskette und schließlich auch beim Menschen. 35% des marinen Mikroplastiks stammen aus der Textilproduktion - zum Vergleich: 
Mikroplastik aus Kosmetikprodukten machen nur 2% aus.

Auswege aus der Fast Fashion

Fast Fashion muss durch Design, das auf lange Lebensdauer ausgerichtet ist, abgelöst werden. Design muss auf höhere Qualität, 
klassisches Design, Reparierbarkeit, Haltbarkeit, Garantien und emotionale Langlebigkeit Wert legen. Globale Marken müssen den Anteil 
fair gehandelter Biobaumwolle und anderer nachhaltig angebauter Rohstoffe trotz der für sie höheren Preise steigern. Das ist der einzige 
Weg, um die negativen Auswirkungen des Baumwollanbaus für Mensch und Umwelt deutlich zu senken. Billige Synthetikfasern wie Polyester für 
FastFashionArtikel müssen deutlich reduziert werden, um weniger petrochemische Kunststoffe in das Ökosystem einzubringen, und das Klima 
und die Meere zu schützen.

Was kann ich sofort tun?

Schau doch mal in deinen Kleiderschrank - Wie viel davon ziehst du wirklich an? Kleidung die dir nicht mehr gefällt oder passt kannst du 
mit anderen tauschen - z.B. beim nächsten Kleidertausch in der Stadt! Löcher und kleine Kratzer kannst du ganz schnell selber reparieren 
oder zu einem*einer Schneider*in bringen. Das spart auch Geld. 
Wenn du neue Kleidung kaufst, achte darauf dass bei der Produktion Umweltstandards und Menschenrechte eingehalten wurden.
Welche Siegel glaubhaft sind kannst du in unserem Textil-Siegel-Ratgeber nachlesen: 
https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/e01211-greenpeace-chemie-einkaufsratgeber-textil-siegel-2018.pdf

In Leipzig gibt es viele Möglichkeiten faire Kleidung einzukaufen, der Eine Welt e.V. trägt sie hier zusammen: 
https://www.leipzig-handelt-fair.de/filialen/Fashion 

Branche und Corona:
https://fashionchangers.de/2020/04/09/wie-die-fair-fashion-branche-aktuell-mit-der-pandemie-umgeht/

Plankton und Plastik: 
https://oceancare.org/wp-content/uploads/2016/07/Wissen_1_15_Plastik_DE_2015.pdf

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