2. Kleidertausch an der HTWK

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Am 20.06 lud die HTWK Leipzig zu ihrem alljährlichen Sommerfest ein, dieses Mal mit dem Thema "Tag der Müllvermeidung". Verschiedene Leipziger Organisationen, wie der Unverpackt Laden Leipzig, der Ökolöwe und auch der Studiengang Verpackungstechnik stellten unterschiedliche Wege vor, Müll zu vermeiden. Daneben gab es spannende Podiumsdiskussionen zum Thema Müllvermeidung, Live-Musik,  leckeres Essen und Getränke und sonniges Wetter.

Auch wir von Greenpeace Leipzig waren vor Ort, um auf die Müllproblematik von Fast Fashion aufmerksam zu machen. Denn die Bekleidungsindustrie belastet die Umwelt enorm. In einem Jahr verursacht sie mehr Treibhausgasemissionen als alle internationalen Flüge und Schiffe zusammen. In immer kürzeren Abständen produzieren Fast-Fashion-Modemarken neue Trends. Günstige Klamotten werden massenhaft gekauft und wieder weggeworfen. Echtes Recycling findet kaum statt. Die einzige Lösung: Weniger ist mehr.

Wir wollen Wege der Müllvermeidung im Bereich Kleidung aufweisen. Statt sich neue Klamotten aus dem Laden zu holen, luden wir zur Kleidertauschparty ein. Besucher konnten aus ihrem Schrank Kleidungsstücke, die nicht mehr benutzen werden oder nicht mehr passen, mitbringen und gegen andere mitgebrachte Kleidungsstücke tauschen. Vor allem nachmittags kamen viele Besucher vorbei und stöberten in den zahlreich mitgebrachten Klamotten. Es wurde fleißig getauscht, viele Kleidungsstücke fanden einen neuen glücklichen Besitzer. So wurden Ressourcen geschont und die Umwelt geschützt. Auch eine Nähecke und Siebdruckstand waren vor Ort. Besucher konnten sich nicht passende Kleidungsstücke nähen lassen und T-Shirts mit Siebdruck aufpeppen lassen. Upcycling, Tauschen und Wiederverwenden von Kleidungsstücken statt Kaufrausch!

Außerdem informierten wir an unserem Infostand über Fast Fashion, verteilten Textil-Label-Ratgeber und sammelten Unterschriften für eine Amazon-Petition. Nicht nur die Kleidungsindustrie verschleudert Ressourcen, ebenso tut dies der Online-Versandhändler Amazon. 30% der Retouren werden vernichtet, denn dies ist paradoxerweise wirtschaftlicher, als diese weiter zu verkaufen. Eine immense Ressourcenverschwendung, die so nicht weitergehen kann! Der Meinung waren auch viele der Besucher und unterzeichneten die Petition vor Ort. Sie möchten auch unterschreiben? Hier geht’s zur Petition: https://www.greenpeace.de/stoppt-die-verschwendung.

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