Nachhaltige Kleidung

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Greenapeace setzt sich seit 2011 im Rahmen der Detox Kampagne für die Entgiftung von Kleidung ein. Bereits 31 bekannte Modemarken von Adidas über H&M bis hin zu Aldi hören auf die globale Bewegung und haben versprochen, Schadstoffe durch ungefährliche Substanzen zu ersetzen. Die Fakten sind alarmierend. Alleine in China haben 320 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Gemeinsam mit Greenpeace fordern Millionen Modefreunde rund um den Globus Textilfirmen auf, die Wasserverschmutzung zu stoppen.

Auch Greenpeace Leipzig wirkt an der Kampagne mit.

Bereits 2011 nahmen wir mit Unterstützung von den Greenpacer*innen aus Magdeburg, Dresden und Halle am "Fashmob", der sich an Addidas richtete, teil und trugen so dazu bei Addidas und weitere Sport-Unternehmen zum Umdenken zu bewegen.

Video zum F(l)ashmob am 23.Juli 2011.

Auch die Greenpeace Jugend Leipzig widmete sich am 10.Mai 2014 der Kampagne und veranstaltete eine Modenschau mit biologisch und fair produzierter Kleidung. Hier geht es zum Video.

Auch in diesem Jahr lies uns das Thema nicht los und so veranstalteten wir, wie 43 weitere Greenpeace Gruppen in Deutschland, eine Kleidertauschparty. Visuelle Eindrücke findest du u.a. hier.

Des Weiteren arbeiten wir an einem Textil-Ratgeber, der voraussichtlich im Sommer 2017 veröffentlicht werden wird.

Wir halten euch hier und auf unserer Facbookseite darüber auf dem Laufenden.

Mehr Informationen zur Kampagne findet ihr hier, aktiv werden könnt ihr indem ihr z.B. Konsumbotschafter*in werdet. Weiteres dazu findet ihr unter: https://www.greenpeace.de/konsumbotschaft

Außerdem könnt ihr bei uns aktiv werden, am Textil-Ratgeber mitwirken, den nächsten Kleidertausch mit planen und an weiteren Aktionen teilnehmen.

 

Termine zum Thema nachhaltiger Kleiderkosum

Zukünftige Termine:

  • 22.April 2017: Radwanderkino zur Fashion Revolution Week in Kooperation mit dem adfc, Start 20Uhr am Grassi Museum (Johannisplatz) Weitere Informationen u.a. auf Facebook
  • 29.April 2017: Kleidertauschparty zum Fashion Revolution Aktionstag in Kooperation mit Amnesty International Jugendgruppe Leipzig, Start: 12Uhr, auf dem Nikollaikirchhof (Leipzig Zentrum)

Vergangene Termine aus dem Jahr 2016 im Überblick:

  • 14.Dezember 2016: 15:30-20Uhr Kleidertausch in der Mensa der Hochschule Riesa, 20Uhr Filmvorführung "The True Cost
  • 3.Dezember 2016: 20Uhr Filmvorführung "The True Cost", ab 18Uhr Workshop zur Textilkette mit Anna Zeitler. WO? Beim Wintertreiben in der adi (Georg-Schwarz-Straße)
  • 8.Oktober 2016: 14-17Uhr Kleidertausch im Haus der Demokratie
  • 16.September 2016: "Gib Kleidung ein längeres Leben!" - Komm am Südplatz bei unserer Parking Day Veranstaltung vorbei und durchstöbere unsere Kleiderstangen
  • 26.August 2016: 20Uhr Filmvorführung "The True Cost" im Rahmen der globaLE, danach Diskussion und davor und danach Nutzungsdauer von Kleidung verlängern und unsere Kleiderstange mit ausrangierten Klamotte durchstöbern. WO? Am Richard-Wagner-Hain
  • 5.Juni 2016: 1.Aktionstag von Leipzig Fairkleiden - Tausch Dich Aus vor dem Westwerk in Plagwitz, 14-18Uhr
  • 7.April 2016: Tausch tatt Fast Fashion-Rausch - Zur Primark-Eröffnung zeigen wir vor Primark Alternativen zum ständigen Neukauf von Kleidung auf: Kleidertausch, Reparier-Ecke, Informationen zum Weitergeben.

 

Hier folg der Blog von Greenpeace Leipzig mit aktuellen Informationen zur Detox Kampagne und zum Thema nachhaltiger Kleiderkonsum in Leipzig

 

+++ (05.07.2016) Der neuste Detox-Check von 19 Mode-Herstellern ist veröffentlicht! +++

Kerstin Fleischer (Greenpeace Expertin) dazu: Wie schon letztes Jahr haben wir bei den Textil-Marken nachgehakt, die ein Detox-Comittment abgegeben haben: Welche Fortschritte werden erzielt, um bis 2020 wirklich giftfrei zu produzieren.

Das Ergebis: Es gibt nur wenige Glanzlichter. Das Gros der Firmen erledigen ihren Job zu langsam. Zwei hinken fast schon hoffnungslos hinterher.

Die Vorreiter: Zara, H&M und Benetton beweisen, dass eine schadstofffreie Produktion möglich ist. Die Abwasserdaten sind öffentlich einsehbar, die Lieferantenliste ist für jeden nachvollziehbar.

Das Mittelfeld: 12 von 19 Firmen, darunter Puma und Adidas sind auf dem Weg, stolpern allerdings noch über ihre eigenen Füße. 

Die Schlusslichter: Esprit, Nike, Li-Ning und Limeted Brands setzen nach wie vor gesundheitsschädliche Stoffe wie per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) ein und lassen ihre Herstellungsbedingungen im Dunkeln. Damit sind sie im Begriff, ihr Versprechen zu brechen: Das Ziel, bis 2020 giftfreie Mode zu produzieren, ist für diese Firmen kaum zu schaffen.

Mittlerweile sind mehr als 70 Modemarken und Modelieferanten der Detox-Verpflichtung gefolgt und nehmen giftige Chemikalien aus ihrer Lieferkette. Zusammen sind sie für 15 Prozent der globalen Textilproduktion verantwortlich. Armani, Bestseller, Diesel, D&G, GAP, Hermes, LVMH Group/Christian Dior Couture, Metersbonwe, PVH, VAncl und Versace haben immer noch nicht reagiert und keine Selbstverpflichtung für giftfreie Mode abgegeben.

Doch auch wenn es bei den Spitzenreitern gute Fortschritte im Umwelt- und Verbraucherschutz gibt, verursacht das Fast-Fashion-Konzept von H&M und Zara nach wie vor große Umweltprobleme und benötigen enorme Ressourcen. Wir fordern die Unternehmen auf, beispielsweise einen lebenslangen Reparaturservice für ihre Kleidungsstücke anzubieten. Davon nehmen die meisten Modefirmen allerdings noch Abstand.

Das Detox-Versprechen von Greenpeace soll vor allem die Lebensverhältnisse in den Ländern verbessern, die Kleidung in Massen produzieren, wie beispielsweise China. In den großen Städten des Landes sind bereits über 60 Prozent der Trinkwasserreserven ernsthaft verschmutzt. Als Verbraucher kann man einen kleinen Teil zur Verbesserung der Situation beitragen, etwa weniger Kleidung kaufen, dafür reparieren und recyceln. Die größte Verantwortung ruht allerdings auf den Schultern der Modebranche, die viel zu schnell viel zu billige Ware produziert – mit schwerwiegenden Folgen für Mensch und Natur. Zum Greenpeace Catwalk 2016.

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