Saubere Luft in Leipzig

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In Leipzig und 56 anderen Städten sind wir am Samstag für bessere Luft und besseren Schutz vor giftigen Abgasen eingetreten. Wir haben die Menschen in der Innenstadt direkt gefragt, was für sie am wichtigsten in der Verkehrspolitik ihrer Stadt ist und für die Einführung der blauen Plakette Unterschriften gesammelt - damit die schmutzigsten Autos aus den Städten gehalten werden können.

 

Diesel macht krank

Mehr als die Hälfte der offiziellen Verkehrsmessstationen zeigten auch im vergangenen Jahr zu hohe Stickoxidwerte. Zwei Drittel der Stickoxide aus dem Verkehr stammen von Diesel-Pkw.

Stickstoffdioxid greift als starkes Oxidationsmittel die Schleimhäute der Atemwege an und kann so zu Herz-Kreislauf-Problemen führen und das Herzinfakt-Risiko erhöhen. Stickstoffoxide fördern außerdem die Bildung von bodennahem Ozon. Zusammen mit Ammoniak tragen sie zur Bildung von Feinstaub bei. Schadstoffbelastung ist ein schwerwiegendes umweltbedingtes Gesundheitsrisiko. Wir fordern deshalb - schadstoffintensive Dieselfahzeuge raus aus der Innenstadt!

Diesem Ziel wollen wir durch die Einführung der blauen Plakette näherkommen. In Umweltzonen basierend auf dieser blauen Plakette könnten Autos mit besonders hohem Stickoxidausstoß ausgeschlossen werden. Die kann die Konzentration an Stickoxiden in der Stadt um 95 Prozent senken, wie ein Gutachten des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg für die Stadt Stuttgart zeigt.

 

Neue Verkehrskonzepte für Leipzig

Was können wir in Leipzig konkret gegen eine hohe Schadstoffbelastung in der Innenstadt tun? Das waren unsere Vorschläge:

  • Feet first: Vorfahrt für Fußgänger und Radfahrer
  • Die neue Cityfreiheit: Mut zu autofreien Zonen
  • Slow statt stressig: Tempo runter, Verkehr beruhigen
  • Räume für Menschen, nicht für Autos
  • Der Nahverkehr in der Innenstadt muss kostenlos sein

 

Dazu sind wir am Samstag auf euch zugegangen und haben euch gefragt, welche Maßnahmen ihr in Leipzig am wichtigsten findet. Resonanz: "Vorfahrt für Fußgänger und Radfahrer" war sehr beliebt, zusammen mit "Räume für Menschen, nicht für Autos".

Wir hoffen, den Austausch mit der Bevölkerung zu dem Thema weiterhin am Leben zu halten und so auf eine menschenfreundliche und schadstoffarme Innenstadt hinzuarbeiten.

 

Publikationen

Weiterführende Links

Gutachten des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg für die Stadt Stuttgart