Plastik in Kosmetika verbieten!

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Am vergangenen Samstag, den 06.05.17, haben wir in der Petersstraße in Leipzig Passanten über das Problem von Mikroplastik in Kosmetik- und Pflegeprodukten informiert. Basierend auf einer Verbraucherumfrage fordern wir die Firma Henkel-Schwarzkopf dazu auf, Plastik aus ihren Kosmetikprodukten zu entfernen. Darüber hinaus sammelten wir Unterschriften für ein gesetzliches Verbot.

 

Die Frisur hält - dank Plastik im Haarspray?

Tatsächlich enthalten viele Kosmetika und Pflegeprodukte kleine Plastikpartikel - was viele Verbraucher nicht wissen. Ein Beispiel stellt das Produkt "Drei-Wetter-Taft" von Henkel-Schwarzkopf dar. In diesem sind unter Anderem Acrylates Copolymer und Polyethylenglycol enthalten. Die feinen Kuststoffpartikel gelangen durch den Abfluss in's Meer und reichern sich dort im Ökosystem an.

Mikroplastik kann als Transporter für schädliche Substanzen wie Pestizide fungieren. Diese reichern sich bevorzugt an der Oberfläche der Plastikteilchen an und werden so aufkonzentriert in die Nahrungskette aufgenommen. Tatsächlich zeigen Studien, dass sich Plastik bereits in signifikantem Maß in Fischen und Meeresfrüchten anreichert. Auf diese Weise landet das Plastik letztendlich wieder beim Menschen.

Die Firma Henkel betont, dass Nachhaltigkeit im Unternehmenskonzept eine wichtige Rolle spielt. Daher fordert Greenpeace, dieser Rolle gerecht zu werden und auf Mikroplastik in Kosmetika zu verzichten. Zu diesem Zweck führten wir am 06. Mai 2017 in der Petersstraße eine Verbraucherumfrage durch, in der wir den Passanten folgende Fragen stellten:

 

Erkennen Sie anhand der Verpackung, ob Plastik (feste, flüssige und andere Kunststoffe) in einem Produkt steckt?

Diese Frage beantworteten 2 Teilnehmer mit Ja und 43 Teilnehmer mit Nein.

Sollte der Konzern Henkel zukünftig generell auf Plastik (feste, flüssige und andere Kunststoffe) in seinen Kosmetik- und Pflegeprodukten verzichten?

Diese Frage beantworteten 49 Teilnehmer mit Ja und keiner mit Nein.

Würden Sie zukünftig ein vergleichbares plastikfreies Produkt eines anderen Herstellers bevorzugen?

Diese Frage beantworteten 45 Teilnehmer mit Ja und 2 Teilnehmer mit Nein.

 

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass ein Großteil der Teilnehmer Henkel dazu auffordert, auf Mikroplastik in den Produkten zu verzichten. Die Umfrage wurde zusammen mit einem Anschreiben an Henkel geschickt.

 

Um über die Verantwortung der einzelnen Firmen hinaus ein gesetzliches Verbot von Plastik in Kosmetika zu erreichen, haben wir außerdem Postkarten gesammelt, die an die Umweltministerin Hendricks gehen. Mit ihrer Unterschrift fordern Teilnehmer Frau Hendricks dazu auf, sich für ein Verbot von Plastik einzusetzen. Unterstütze auch du diese Forderung online unter: https://www.greenpeace.de/plastik-in-kosmetik

 

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Blog: So kannst du Kosmetik selber herstellen